Chronik

Seit Bestehen des Vereins ist die Bühne mit den Brettern die die Welt bedeuten 2 mal vergrößert worden. 2 mal ist aus Platzgründen angebaut worden. Der Verein ist aus einer kleinen Gruppe mit 9 Personen zu einem Verein mit 150 Mitgliedern gewachsen und es wurden in den vergangenen 32 Jahren 50 Theaterstücke und 31 Weihnachtsstücke aufgeführt.
 
Begonnen hat alles am 20. Januar 1982. Da saßen die Herren Sebastian Huber, Franz Schwaiger und Günter Wametsberger nach einem Hallenfussballturnier im Sportheim Allershausen zusammen und kamen auf das bereits seit Wochen zuvor aufgeführte Weihnachtsstück des TSV zu sprechen. Inmitten des Gesprächs stellte sich die Frage, ob man nicht einen eigenen Verein gründen sollte. Zur Debatte standen ein Gesangsverein oder ein Theaterverein. Doch nach den kläglich schiefen Tönen vom Gründungsmitglied und jetzigem Vorstand Sebastian Huber, beschloss man dann doch einen Theaterverein zu gründen.
 
Innerhalb kürzester Zeit fand man einige schauspielbegeisterte Interessenten. Und schon war das erste Stück, „Der Wunderdoktor“, geboren und man begab sich ans Proben und Einstudieren.
Die ersten Proben fanden noch im Sportheim statt, später dann im Wohnzimmer von Sebastian Huber.
Schnell hatte man auch die Lokalität für die Aufführungen gefunden, die es bis heute geblieben ist. Der katholische Pfarrsaal.
Am 22. Mai 1982 war es dann soweit und die Premiere vom Wunderdoktor konnte gefeiert werden. Allerdings lies leider die Besucherresonanz etwas zu wünschen übrig. Doch hierüber lies sich keiner entmutigen. Und frei nach dem Zitat von Gotthold Ephraim Lessing „Nur die Sache ist verloren, die man selbst aufgibt“, gründeten die 9 Mitglieder Franz Schwaiger, Helga Gritsch, Gertraud Stadler, Sebastian Huber, Maria Huber, Günter Wametsberger, Helga Wametsberger, Rudolf Schulz und Anton Maier, 41 Tage nach der ersten Aufführung, am 2. Juli 1982, im Gasthaus „Kuglalm“ in Leonhardsbuch, unser heutiges Laientheater Allershausen.
Bereits 11 Jahre später, 1993, zählte der Verein 60 Mitglieder.
Da im Laufe der Zeit sich einige Requisiten angesammelt haben und die Räumlichkeiten immer enger wurden, so dass die Spieler keinen Platz mehr zum Umziehen und Schminken fanden, wurde 1994 Dank Zustimmung der katholischen Kirche und des damaligen Pfarrers Manfred Hoska, in Eigenregie und auf eigene Kosten ein kleines Stüberl an den Pfarrsaal angebaut.
Da man eh schon am Umbauen und vergrößern war, beschloss man 1995 auch die Bühne zu vergrößern. Für Spieler und Regie ist es eine wirkliche Herausforderung, auf engstem Raum zu agieren und zu spielen. Die Bühne war zwar größer, aber leider immer noch sehr klein. Doch dies sollte sich noch ändern. Denn wie heißt es so schön? „Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut.“
 
Mitte der 90er Jahre beteiligte sich unser Verein erstmals mit einem eigenen Stand am Christkindlmarkt in Allershausen. Seitdem sind wir jährlich mit Steaksemmeln, Pommes und Getränken vertreten. Der heimliche Glühwein hinterm Stand für die fleißigen Helfer darf natürlich auch nicht fehlen.
 
Ebenfalls mit dabei ist unser Laientheater beim jährlichen Faschingstreiben am Faschingsdienstag, bei der Aktion saubere Landschaft, sowie bei den Sommerferienspielen.
Seit dem Jahre 1984 wird zu den üblichen Aufführungen eigens ein Weihnachtstheaterstück für Kinder aufgeführt, mit dem anschließenden Besuch des Hl. Nikolaus.
Aber auch an unsere alten, kranken und teils behinderten Menschen hat der Verein gedacht und veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Rollstuhlfahrer, den Johannitern und des Senioren Service Zentrums eine kostenlose Aufführung eines jeden Theaterstücks, verbunden mit Kaffee und Kuchen.
Denn ein Einbringen in die Gemeinde und die Gemeinschaft, liegt uns sehr am Herzen. Unser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur einfach Theater zu spielen, sondern ein reges Vereinsleben zu führen, eine feste Größe im kulturellen Leben der Gemeinde Allershausen zu werden und Kontakte zu anderen Theatervereinen zu pflegen.
 
Am 12. April 1996 beschloss die damalige Vorstandschaft unter dem Vorsitz von Manfred Simbeck, ein Fest zu feiern.
Das 15-jährige Wiegenfest des Laientheaters Allershausen.
Natürlich war zu Beginn der Umfang des Festes viel geringer geplant. Doch als am 27. Oktober 1996 der Beschluss zum Kauf einer Standarte und zur gleichzeitigen Standartenweihe fiel, nahm das Fest enorme Dimensionen an. Nun drängte die Zeit, so dass der neugegründete Festausschuss unter Vorsitz von Josef Schmuck umgehend an die Arbeit ging und in Rekordzeit ein umfangreiches und sicher für jedermann attraktives Programm zusammenstellte.
Das Amt der Fahnenmutter übernahm Renate Boos-Ilse und unsere Fahnenbraut war die Heidi Kraus.
Mit der Heimatbühne Eching fand man einen bis heute treu verbundenen Patenverein.
Somit konnte, natürlich hauptsächlich durch die tolle Arbeit des Festausschusses, unser Wiegenfest vom 6. – 8. Juni 1997 gefeiert werden. Am Festumzug nahmen ca. 85 Vereine teil.
Bis zu diesem Zeitpunkt verdoppelte sich unsere Mitgliederanzahl innerhalb von 3 Jahren auf insgesamt ca. 120 Personen.
 
Im Jahr 2001 hatte unsere Truppe mit dem Stück „Eine fast sündige Nacht“ ihr erstes und bis dato einziges Gastspiel in der Entenalm in Sauerlach. Diesen Kontakt hat unser Mitglied und auch damaliger Regisseur Gerhard Schlegel herbeigeführt.
 
2007 wurde unser Verein 25 Jahre alt.
 
Ein halbes Jahr später, im Februar 2008, wurde eine neue Vorstandschaft gewählt, welche gleich am Anfang ihrer noch jungen Laufbahn beschloss, die Bühne ein weiteres Mal zu vergrößern. Dank der Einwilligung der Nachbarschaftshilfe und der Kirchenverwaltung, allen voran unserem Rudi Schuster und der Maria Pletl, wurde schließlich die Wand zum Putz- und Lagerkämmerchen herausgerissen. Auch in die Tiefe konnte man die Bühne etwas vergrößern.
Bereits zum Weihnachtsstück 2008 konnte die neue große Bühne präsentiert werden.
 
2010 beschloss die Vorstandschaft ein weiteres Mal anbauen zu wollen.
Hierzu wurde Mitglied Michael Altmann beauftragt, einen Plan zu zeichnen. Dank seines Einsatzes, wurde dieser rasend schnell genehmigt, so dass man im März 2011 bereits mit den ersten Baumaßnahmen beginnen konnte.
Nach vielen Stunden Arbeit und vielen Litern Schweiß, der fleißigen, ehrenamtlichen Helfer, konnte der neue Requisitenraum bei unserem 30-jährigen Gründungsfest am 20. Oktober 2012, durch unseren Pfarren Dr. Robert Urland eingeweiht werden.
 
Im Jahr 2014 feierte die Gemeinde Allershausen ihr 1200-jähriges bestehen, wo sich auch der Theaterverein mit einem Sketch in der Kulturwoche und beim historischen Festumzug beteiligte.

2017 verabschiedete sich unser 1. Vorstand und Gründungsmitglied Sebastian Huber nach 35 Jahren aus der Vorstandschaft und wurde zusammen mit seiner Frau Maria zu unseren ersten Ehrenmitgliedern ernannt.